Pulvinaria hydrangeae, Syn. Eupulvinaria hydrangeae (Hortensien-Wollschildlaus)
EuropaSchweiz
Allgemeine Infos
Familie: Coccidae (Napfschildläuse). Die Hortensien-Wollschildlaus (Pulvinaria hydrangeae) befällt verschiedene Laubgehölze. Auf der Blattunterseite fallen die weissen Wachswolle-Ausscheidungen der Läuse auf. Bei einem starken Befall kann es zu einem vorzeitigem Blattfall und einer Beeinträchtigung des Zierwertes kommen.
Kennzeichen und Grösse
Im Frühjahr (etwa ab Juni) scheiden die Weibchen einen reinweissen, länglichen Eisack aus Wachswolle aus. Dieser Ovisac wird bis zu 8–10 mm lang und besitzt meist drei charakteristische Längsfurchen. Die weiblichen Schildläuse selbst sind unbeweglich, braun gefärbt und nur rund 3–4 mm gross (siehe Foto 5 und 7). Nach der Eiablage sterben sie ab und fallen oft ab (Foto 6, gestorbene Weibchen), sodass nur der weisse Sack auf der Pflanze zurückbleibt. In jedem dieser Wollsäcke befinden sich mehrere Tausend Eier (siehe Foto 13). Im Juni oder Juli schlüpfen die winzigen, rund 1 mm grossen Larven (sogenannte „Crawler“), die sich aktiv auf der Pflanze verteilen und sich an den Blättern zur Saftaufnahme festsetzen. Hortensien sowie diverse Laubgehölze, sehr häufig Ahorn (Acer), Hartriegel (Cornus) und manchmal auch die Eibe (Taxus). Die Tiere sitzen bevorzugt auf den Blattunterseiten oder dünnen Trieben. Sie ernähren sich vom Saft aus den Leitungsbahnen (Phloem) der Pflanzen. Da sie dabei überschüssigen Zucker wieder ausscheiden, entsteht oft klebriger Honigtau auf den Blättern, auf dem sich Sekundärpilze (Schildlaus-Susruss) ansiedeln können.
Lebensraum und Verbreitung
1960er-Jahren vermutlich aus Ostasien nach Europa eingeschleppt. Foto 1 - 13: CH, SG, St. Gallen, 650 m, an Hortensie, Ilex crenata, Ahorn, 3.6.2026; Foto 9 - 12 Weibchen, Körper-Unterseite, Foto 12 mit Eier die gelegt werden.












