Philaenus spumarius mit Kuckucksspeichel und junger Nymphe
EuropaSchweiz
Allgemeine Infos
Familie: Aphrophoridae (Schaumzikaden)
Kennzeichen und Grösse
5,5 - 7 mm, ovale, leicht gedrungene Körperform, breiter Kopf, extrem variabel gefärbt (polymorph), Musterungen von einfarbig gelblich, braun oder schwarz bis hin zu gefleckten oder gestreiften Varianten.
Lebensraum und Verbreitung
In ganz Europa, Nordafrika und Asien weit verbreitet und extrem anpassungsfähig (eurytop). Foto 1 - 9: CH, SG, St. Gallen, 650 m, an Ehrenpreis, 28.5.2026. Auf Foto 7 und 8 sieht man den Kuckucksspeichel, das Schaumnest, und auf Foto 9 sieht man die Nymphe, die sich im Schaumnest befand.
Die Larven (Nymphen) stechen im Frühling Pflanzenstängel an, um den Pflanzensaft zu saugen. Überschüssige Flüssigkeit scheiden sie zusammen mit einer seifigen Substanz aus. Durch rhythmische Bewegungen pumpen sie Luft hinein, wodurch der bekannte Kuckucksspeichel, das Schaumnest, entsteht (siehe Foto 7 und 8). Dieser Schaum schützt die empfindlichen Larven vor dem Austrocknen und vor Fressfeinden (Vögel und Ameisen). In Südeuropa hat die Art traurige Berühmtheit erlangt, da sie als Hauptüberträger des gefährlichen Feuerbakteriums (Xylella fastidiosa) gilt, welches für das Sterben von Olivenbäumen und Schäden im Weinbau verantwortlich ist.








