Hyadaphis coriandri

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Allgemeine Infos

Familie: Aphididae (Röhrenblattläuse). Hyadaphis coriandri kommt vor allem Pflanzen der Doldenblütler (Apiaceae) vor, insbesondere Koriander, Fenchel, Dill und verwandte Arten. Die Tiere sitzen bevorzugt dicht gedrängt an jungen Trieben, Blütenständen und sich entwickelnden Früchten. Auffällig sind die oft gelblichen bis orangefarbenen ungeflügelten Tiere mit dunklen Beinen und Antennen. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind die kurzen, gedrungenen und leicht angeschwollenen Siphunculi ("Röhren") am Hinterleib. Geflügelte Tiere können dagegen wesentlich dunkler erscheinen und sorgen für die Ausbreitung auf neue Pflanzen. Wie für Blattläuse typisch, erfolgt die Vermehrung während der Vegetationsperiode überwiegend parthenogenetisch (ungeschlechtlich): Weibchen bringen ohne Befruchtung lebende Jungtiere hervor. Dadurch können innerhalb kurzer Zeit sehr grosse Kolonien entstehen. Die Tiere saugen Phloemsaft. Bei starkem Befall können Blüten- und Fruchtentwicklung beeinträchtigt werden; überschüssiger Zucker wird als Honigtau ausgeschieden. Gleichzeitig bilden solche Kolonien einen kleinen ökologischen Brennpunkt: Marienkäfer, Florfliegen- und Schwebfliegenlarven sowie parasitoide Wespen nutzen die Blattläuse als Nahrung beziehungsweise Wirte. Besonders interessant: Die kräftige gelb-orange Färbung kann auf den ersten Blick stark an die Oleanderblattlaus Aphis nerii erinnern. Bei Hyadaphis coriandri sind jedoch insbesondere die viel kürzeren Siphunculi und die Bindung an Apiaceae wie Fenchel wichtige Hinweise. Nahe Verwandte: H. foeniculi und H. passerinii.

Kennzeichen und Grösse

0.5 - 1.5 mm.

Lebensraum und Verbreitung

Foto 1 - 25: CH, SG, St. Gallen, an Fenchel, 24.8.2026; zu den Fotos ab Bild 16: um diese Makroaufnahmen zu machen (einige Nymphen sind nur 0.5mm gross) musste ich sie tieffrieren. Beim Gefrieren/Auftauen kommt es zu einer Veränderung der Farbe. Frisch aufgetaut sind sie noch gelb, darnach verfärben sie sich ins Grau-Schwarze (experimentell bei Insektenhämolymphe belegt). Also: lebend wären auch diese Tiere gelb/gelblich.

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