Aphididae Illinoia liriodendri - SEHR interessante Blattläuse (Röhrenblattläuse)
EuropaSchweiz
Allgemeine Infos
Familie: Aphididae Röhrenblattläuse)
Lebensraum und Verbreitung
Foto 1 - 13: CH, TI, Locarno, 210 m, 11.6.2026. Allee mit Tulpenbäumen (Liriodendron tulipigera), die Riesenkolonien von Röhrenschildläusen befallen waren. Alle Blätter waren klebrig, was wiederum andere, zuckerliebende Insekten anzog. Auf Foto 4 und 5 mit gelben Nymphen und je einer geflügelten viviparen Illinoia liriodendri. Die Beziehung zu den hellen Nymphen wäre dann: Die hellen Tiere sind juvenile Stadien derselben Blattlausart. Die geflügelte ist ein adultes Weibchen, aber nicht „die Art in anderer Art“, sondern eine Ausbreitungsform. Solche geflügelten Weibchen entstehen in Blattlauskolonien oft bei hoher Dichte, alternden/übernutzten Blättern, Störung oder saisonalem Druck. Sie können wegfliegen und neue Blätter oder neue Tulpenbäume besiedeln. Die geflügelte Laus ist selbst in dieser Kolonie entstanden; dann sind die Nymphen eher Geschwister, Klone oder nahe Verwandte. Im Juni wären das bei Blattläusen sehr wahrscheinlich parthenogenetische, lebendgebärende Weibchen. Männchen und Sexualtiere wären, falls der Zyklus in der Region vollständig abläuft, eher später im Jahr zu erwarten. Auf Foto 6 und 7 ist je eine braune, "aufgeblasene" Blattlaus zu erkennen. Hier handelt es sich um eine parasitierte Blattlaus-Mumie derselben Art. Solche von parasitoiden Wespen befallenen Blattläuse schwellen an, werden bronze-/goldbraun bis schwarz und bleiben als starre „Mumien“ am Blatt sitzen. Ein kleines rundes Ausflugloch würde anzeigen, dass die Wespe bereits geschlüpft ist. Foto 8 - 11: Gelege von Marienkäfer Harmonia axyridis, welche wenn geschlüpft (Foto 12 und 13) die Blattläuse fressen. Foto 14: eine Wespe (Polistes dominula) wird durch den Honigtau der Blattläuse angezogen und leckt diesen auf, ebenso eine Trauermücke (Foto 15)














