Rhynchaenus fagi (Syn. Orchestes fagi) (Buchenspringrüssler)

Europa
Schweiz

Allgemeine Infos

Familie: Curculionidae (Rüsselkäfer)

Kennzeichen und Grösse

2 bis 2,5 mm lang, schwarzbraun, feine, graue Behaarung, Hinterbeine an Schenkeln verdickt.

Lebensraum und Verbreitung

Der Buchenspringrüssler lebt an Rotbuchen. Seine Flugzeit dauert von April bis September, die Generationen sind einjährig. Foto: CH, TI, Gordola, 450msm, 24.4.2021.

Neigt in Buchengebieten zu Massenvermehrungen, die in der Forstwirtschaft Schäden verursachen. Nach der Überwinterung unter der Rinde einer Buche oder im Boden zeigt sich der Lochfraß des Käfers an den noch jungen Buchenblättern. Auch Blattstiele werden angefressen, die Blätter fallen kurze Zeit später ab. Die Eier werden später einzeln an der Unterseite des Blattes an der Mittelrippe abgelegt. Zwischen Mai und Juni frisst die Larve einen Kanal in die Mittelrippe, von dem aus dann eine Gangmine zwischen zwei Seitenrippen angelegt wird, die sich nach Erreichen des Blattrandes in eine Platzmine verwandelt, wo sich die Larve Ende Mai/ Anfang Juni in einem kugeligen Kokon verpuppt. Bei starkem Befall verfärben sich die Blätter braun, das Schadbild erinnert dann an Spätfrostschäden. Es kommt zudem zu Kronenverlichtungen. Bei starkem Befall erscheinen Kronen und Bestandesränder von weitem bräunlich. Forstwirtschaftlich relevanter Schaden entsteht durch die Vernichtung von Assimiliationsmasse, es kommt zu messbaren Zuwachsverlusten. Auch die Fortpflanzung von Buchen kann darunter leiden, da das Anbohren der Fruchtknoten die Bucheckern unfruchtbar werden lässt. Gegenmaßnahmen sind aufgrund der Widerstandskraft der Käfer aufwendig und sind nur in Buchenverjüngungen und Obstbaumkulturen (die bisweilen auch befallen werden) sinnvoll.

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