Home header1
DruckenSeite weiterempfehlenSitemap
GRAUER SCHILDLAUSRÜSSLER (BRACHYTARSUS NEBULOSUS SYN. B. VARIEGATUS, ANTHRIBUS NEBULOSUS)
Grauer Schildlausrüssler (Brachytarsus nebulosus syn. B. variegatus, Anthribus nebulosus) Allgemeine Infos
Gehört in die Familie der Breitrüssler (Anthribidae).

Foto © André Mégroz

weitere Bilder zu dieser Art
Kennzeichen und Grösse

1.5-4mm. Der Schildlaus-Breitrüssler ist ein häufiger Vertreter der Breitrüssler. Der Käfer ist von kurzer, gedrungener Gestalt, braun bis schwarz gefärbt und mit hellen Schuppenpunkten versehen. Weitere Merkmale: Auf dem Halsschild eine weißliche Gitterzeichnung (Hsch. nur mit nebelförmig angedeuteten 4 Dorsalflecken und einigen hellen, behaarten Stellen vor der Mitte, die alle sehr oft nicht zu erkennen sind), auf den Flügeldecken ungerade Zwischenräume manchmal völlig hell; Fühler und Beine schwarz, Schienen manchmal rötlich; Rüssel kurz und breit; Fühlerfurchen auf der Rüsselunterseite tief; Halsschild so breit wie die Flügeldecken, an der Basis zweibuchtig; auf den Flügeldecken schmale, gut erkennbare Punktreihen.

Lebensraum und Verbreitung

Verbreitet in Eurasien, im Norden bis Südnorwegen, Nordschweden, Mittelfinnland, Südengland und Schottland. Brachytarsus nebulosus gilt im Nadel-Forstwald als sehr nützlich und wirkungsvoller Räuber, so das teilweise sogar auf eine Insektizidanwendung zum Schutze befallener Fichten verzichtet werden konnte (www.waldwissen.net). Foto 1-3: CH, SG, St. Gallen, 650msm, 25.5.2015.

Die Larven des Schildlaus-Breitrüsslers leben unter den stark gewölbten Körpern in den Brutblasen von Schildläusen (Familie Coccidae) und ernähren sich hier zunächst von den Eiern und Larven und später auch von den Läusen selbst. Vor allem werden die Fichtenquirlschildläuse (Gattung Physokermes) befallen; hier besonders die Fichtennapfschildlaus (Physokermes piceae) oder die Fichtenquirl-Schildlaus (Physochermes hemicryphus). Die Käfer überwintern oft gesellig und sind während dieser Zeit leicht unter Kiefern- und Fichtenrinde zu finden. Nahrung: Schildläuse in allen Entwicklungsstadien. Die Art ist in Deutschland in jedem Bundesland verbreitet und häufig.

André Mégroz, Quellenstrasse 10, 9016 St. Gallen, E-Mail: insects@bluewin.ch, Tel. 071 288 39 67
powered by mhs@internet AG